Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe endet in Euskirchen ein bedeutendes Kapitel der Unterstützung und Solidarität. Die Fluthilfe, über das mobile Team der Diakonie in Euskirchen, läuft zum 30. Juni 2026 aus. In dieser Zeit haben drei engagierte Mitarbeiterinnen, gefördert von der Diakonie Katastrophenhilfe, zahlreiche Betroffene begleitet, beraten und mit Spendenmitteln unterstützt.
Seit der Flut standen sie den Menschen vor Ort zur Seite – oft weit über klassische Hilfeleistungen hinaus. Sie halfen bei Anträgen, vermittelten Hilfsangebote, hörten zu und spendeten Trost in schwierigen Zeiten. Für viele Betroffene waren sie über Jahre hinweg verlässliche Ansprechpartnerinnen und wichtige Stützen im Alltag des Wiederaufbaus.
„Die vergangenen Jahre waren geprägt von großem Vertrauen, bewegenden Begegnungen und dem gemeinsamen Ziel, den Menschen wieder Perspektiven zu geben“, berichtet Dorothee Meidling, die als letzte Team-Kollegin die Stellung bis Ende Juni hält. „Dass diese Unterstützung nun endet, fällt allen, die damit befasst sind nicht leicht – umso wichtiger ist es, gemeinsam Abschied zu nehmen.“
Auch die Arbeit im Quartiersprojekt im Schleidener Tal, geleitet durch Markus Körfer, endet am 30. September dieses Jahres.
Abschiedsfeier mit Gottesdienst am 22. Juni
Anlässlich des Auslaufens der Fluthilfe laden die Diakonie und der Evangelische Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel herzlich zu einer Abschiedsfeier mit Gottesdienst ein. Auch Menschen aus dem Aachener Kirchenkreis werden diesen besonderen Anlass mitgestalten.
Die Feier beginnt am 22. Juni 2026 um 17:30 Uhr in der Hoffnungskirche Euskirchen, um gemeinsam bei Snacks und Getränken in den Austausch zu kommen. In kurzen Präsentationen wird auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt, zugleich besteht die Möglichkeit, eigene Gedanken, Erfahrungen und Eindrücke einzubringen.
Eingeladen sind neben den haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern insbesondere auch die vielen Menschen, die in den vergangenen Jahren Unterstützung erfahren haben.
Der abschließende Gottesdienst um 19 Uhr soll Raum geben für Dankbarkeit, Erinnerung und gemeinsames Innehalten.
Ein Ende – und ein bleibendes Vermächtnis
Auch wenn die konkrete Fluthilfe endet, bleibt ihr Einfluss spürbar – in wiederaufgebauten Häusern, in gestärkten Nachbarschaften und in den vielen Geschichten von gegenseitiger Unterstützung.
Das Fluthilfe-Team der Diakonie verabschiedet sich mit Dankbarkeit und mit der Gewissheit, dass die geleistete Hilfe weit über das offizielle Ende hinauswirkt.
